Welche Aufgaben hat ein Hautarzt?

Die Haut – das mit Abstand größte und vielseitigste Organ des Menschen. Ohne unsere Haut könnten wir nicht leben. Sie dient nicht nur als äußere Begrenzung unseres Körpers und als Schutzschild gegen Schmutz, Viren, Bakterien und viele andere unerwünschte Stoffe aus der Umwelt, sondern ermöglicht es dem Menschen z. B. auch zu atmen. Ohne die (äußerst intelligent aufgebaute) Haut wäre ein Stoffwechsel, wie der Mensch ihn benötigt, schlichtweg nicht möglich.

Aufgrund dieser Funktionsvielfalt ist es enorm wichtig, dass die Haut immer die ihr zugedachte Aufgabe erfüllt. Leider tut sie dies nicht bei allen Menschen zuverlässig. Hautkrankheiten, Hautirritationen und Tumore machen vielen Menschen zu schaffen und bedürfen einer fachmännischen Behandlung.

Der Hautarzt hilft

Genau hier setzt der Kompetenzbereich des Hautarztes an. Dieser ist ein Spezialist für die sogenannte Dermatologie (daher wird er auch als Dermatologe bezeichnet). Er beschäftigt sich also mit der Abklärung und Behandlung von infektiösen und nicht infektiösen Erkrankungen der Haut. Dazu zählen auch gut- und bösartige Hauttumore. 

Der große Bereich der Dermatologie umfasst unter anderem zahlreiche Spezialgebiete, nicht nur für die Einordnung und Behandlung von Tumoren, sondern auch im Bereich der Allergien sowie für die kosmetische Behandlung von Symptomen, die mit der Haut in Verbindung stehen – beispielsweise Besenreiser entfernen.

Ein wichtiger Bereich der Dermatologie sind Bestrahlungen, zum Beispiel mit ultraviolettem Licht oder per Fotodynamik bzw. in Form der Lasertherapie. Mittels dieser Bestrahlungen können viele Krankheitsbilder der Haut behandelt werden, nicht nur Tumore und andere krankhafte Veränderungen der Haut, sondern auch Schönheitsfehler wie Sommersprossen, Leberflecke oder die sogenannten Altersflecken.

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Ein Hautarzt bzw. Dermatologe absolviert zunächst ein Studium der Allgemeinmedizin, an das sich die Weiterbildung zum Facharzt anschließt. Diese dauert in der Regel 60 Monate und gliedert sich in zahlreiche Teilgebiete wie zum Beispiel die allgemeine Dermatologie, die operative Chirurgie und die Dermato-Onkologie.

Untersuchungsverfahren in der Dermatologie

In der Dermatologie kommen unterschiedliche Untersuchungsverfahren zum Einsatz, von denen die meisten optischer Natur sind. So werden unter anderem die Lichtmikroskopie sowie die Dermatoskopie dazu eingesetzt, um die Hautoberfläche detailliert zu untersuchen.

Werden bei den optischen Untersuchungsverfahren in der Dermatologie Unregelmäßigkeiten bzw. Erkrankungen festgestellt, können weitere Verfahren zur tieferen Untersuchung der Symptome eingesetzt werden. Üblich sind hier etwa die Entnahme von Gewebeproben, um sie anschließend in spezialisierten Labors untersuchen zu lassen. Gerade bei der Kontrolle hinsichtlich einer Hautkrebserkrankung kommen diese Gewebeuntersuchungen oft zum Einsatz.

Die Haut schützen

Damit ein Besuch beim Hautarzt gar nicht erst notwendig wird, sollte jeder Mensch seine Haut so gut wie möglich vor schädlichen Einflüssen schützen. Das ist gar nicht so schwer, wie es sich zunächst anhört! An erster Stelle steht hier der Sonnenschutz, wie jeder Hautarzt raten wird. Kaum ein anderer Einflussfaktor wirkt sich so drastisch auf die Gesundheit der Haut aus, wie die Sonnenstrahlung. Da die Intensität der Sonne bzw. ihre Strahlung in den letzten Jahren durch zahlreiche Faktoren wie den Klimawandel oder auch das Ozonloch stark zugenommen hat, ist ein intensiver Sonnenschutz heute für die Haut so wichtig wie noch nie.

Am besten ist es in diesem Zusammenhang natürlich, gar nicht erst in die Sonne zu gehen. Doch wer kann im Sommer dies schon komplett vermeiden? Daher ist es wichtig, einige Dinge im Zusammenhang mit der Sonne zu beachten. Am wichtigsten: Niemals ohne Sonnenschutz über längere Zeit nach draußen gehen – insbesondere dorthin, wo die Sonne besonders intensiv auf die Haut einwirken kann. Dies ist zum Beispiel im Schwimmbad, am Strand, am Badesee oder auch im Eiscafé der Fall. Stattdessen einen hochwertigen Sonnenschutz auftragen. Informationen über die verschiedenen Produkte kann der Hautarzt ebenso geben, wie die Apotheke. Wichtig ist zudem, die auf dem Sonnenschutz angegebenen Zeiten genau zu beachten. Mehrfaches Cremen bzw. ein dickerer Schutzfilm auf der Haut verlängern nicht zwangsläufig die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann. Die Angaben des Herstellers sind unbedingt zu beachten.

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