Elektrobrände im Haushalt vermeiden: typische Ursachen und wirksame Maßnahmen

Elektrizität ist in Gebäuden für nahezu jeden dritten Brand verantwortlich. Als Auslöser gelten oft elektrische Geräte, darauf weist das Infocenter der R+V-Versicherung hin. Positiv ist: Mit dem richtigen Umgang lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Elektrobrands zu Hause deutlich reduzieren.

Zu den häufigsten Brandquellen in privaten Haushalten zählen Kühlgeräte, Wäschetrockner, Mehrfachsteckdosen sowie Geschirrspüler. Ursachen können Kurzschlüsse oder beschädigte Leitungen sein. Ebenso riskant sind Überhitzungen und unsachgemäße Anschlüsse. Hinzu kommt, dass viele Geräte über Jahre laufen, ohne ausreichend gepflegt zu werden. Der Brandschutzingenieur Torge Brüning von der R+V Versicherung habe erklärt, dass es deshalb immer wieder zu Bränden komme, die sich in vielen Fällen verhindern ließen.

Kritisch: Mehrfachsteckdosen hintereinander nutzen

Besonders sensibel ist der Bereich rund um die Stromversorgung. Stromkabel, die gequetscht oder geknickt werden, können sich stark erwärmen. Brüning habe empfohlen, darauf auch dann zu achten, wenn Geräte umgestellt werden. Außerdem sollten Elektrogeräte bei Nichtgebrauch nicht am Netz bleiben – auch nicht im Standby, da sie weiterhin unter Spannung stehen.

Mehrfachsteckdosenleisten sind üblicherweise nur bis maximal 3.500 Watt ausgelegt. Ein Toaster kann bereits etwa 1.500 Watt benötigen. Wird insgesamt zu viel Leistung angeschlossen, steigt das Risiko eines Kabelbrands. Noch problematischer sei es, zwei oder sogar drei Mehrfachsteckdosenleisten hintereinander zu stecken. Brüning habe dazu erläutert, dass die Belastungsgrenze dennoch bei 3.500 Watt bleibe – die verfügbare Leistung werde durch das „Koppeln“ nicht größer, auch wenn mehr Steckplätze vorhanden sind.

Sachgerechter Betrieb senkt das Risiko

Geräte wie Heizdecken, Bügeleisen oder Lüfter sollten mit ausreichend Abstand zu leicht entflammbaren Materialien betrieben werden. Bei Kühlschränken erhöhen starke Eisbildung im Innenraum oder verdeckte Lüftungsöffnungen die Brandgefahr. Ähnlich ungünstig wirken verschmutzte Dunstabzugshauben oder ein zugesetztes Flusensieb im Wäschetrockner. Brüning habe betont, dass Geräte bei Alterung oder Defekten fachgerecht repariert oder ersetzt werden sollten.

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Weitere Hinweise aus dem R+V-Infocenter

  • Damit es nicht zu Hitzestau oder Überhitzung kommt, sollte jedes Elektrogerät genügend freien Luftraum haben.

  • Geräte sollten nur dann unbeaufsichtigt laufen, wenn der Hersteller dies ausdrücklich vorsieht.

  • Lithium-Ionen-Akkus gelten inzwischen als besonders häufige Ursache für elektrisch ausgelöste Brände. Sie sollten nicht ohne Aufsicht geladen werden und dabei auf einer nicht brennbaren Unterlage liegen. Außerdem sollte das passende Original-Ladegerät verwendet werden.

  • Bei Schäden am Hausrat infolge eines Wohnungsbrands übernimmt in der Regel die Hausratversicherung die Kosten für beschädigtes oder zerstörtes Eigentum.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von R+V Infocenter/Veröffentlicht am 03.02.2026