Die am 22. März 2026 ausgestrahlte Tatort-Folge „Fackel“ greift ein brisantes Thema auf: Im Mittelpunkt stehen ein schwerer Hochhausbrand, der auf günstige Dämmmaterialien zurückgeführt wird, sowie ein Baustoffkonzern mit politischen Verbindungen. Regisseur Rick Ostermann orientiert sich dabei inhaltlich am Brand des Grenfell Tower und bezieht bewusst reale Ereignisse in die Handlung ein, wodurch die Grenze zwischen Fiktion und Realität verwischt.
Aus Sicht des Industrieverbandes Hartschaum (IVH) ist diese Darstellung jedoch problematisch. Geschäftsführerin Serena Klein macht deutlich, dass die Episode ein fachlich verzerrtes Bild zeichne. Ihrer Einschätzung nach werde ein direkter Zusammenhang zwischen einzelnen Baustoffen und Bränden suggeriert, der so nicht haltbar sei. Brände entstünden in der Regel nicht durch Materialien allein, sondern durch Fehler im Zusammenspiel von Planung, Ausführung und Kontrolle.
Der Abschlussbericht zur Katastrophe im Grenfell Tower belege laut Klein eindeutig, dass ein defektes Elektrogerät den Brand ausgelöst habe. Die schnelle Ausbreitung sei durch falsch verbaute, brennbare Fassadenplatten begünstigt worden. Entscheidend für das Ausmaß der Katastrophe seien jedoch vor allem gravierende Mängel im Baukonzept, unzureichende Brandschutzmaßnahmen sowie Versäumnisse bei Regulierung und Kontrolle gewesen.
Zudem stellt der Verband klar, dass am Grenfell Tower kein Polystyrol-Dämmstoff an der Fassade verwendet wurde. Vor diesem Hintergrund trage die Tatort-Folge aus Sicht des IVH zur Entstehung von Fehlvorstellungen bei.
Der Verband betont die Bedeutung einer faktenbasierten Diskussion. In Deutschland gelten insbesondere für Hochhäuser strenge baurechtliche Vorgaben. Fassadensysteme und Materialien werden umfassend geprüft und müssen den geltenden Brandschutzanforderungen entsprechen. Grundlage hierfür ist unter anderem die Muster-Hochhaus-Richtlinie, auf deren Basis nur bauaufsichtlich zugelassene Systeme eingesetzt werden dürfen.
Fiktionale Formate beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung erheblich. Deshalb sei es wichtig, dass sie keine falschen Rückschlüsse auf reale Bauweisen zulassen. Dämmstoffe seien ein zentraler Bestandteil moderner Gebäudehüllen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz.
Nach Einschätzung des Verbandes kann eine fehlerhafte Darstellung, wie sie im Tatort erfolgt, zu Verunsicherung führen und das Vertrauen in bewährte Dämmstoffe beeinträchtigen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Industrieverband Hartschaum e.V./Veröffentlicht am 20.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.