Wer regelmäßig Auto fährt, kennt die typischen Stellschrauben zum Sparen: korrekt eingestellte Reifen, unnötiges Gewicht vermeiden, zum passenden Zeitpunkt tanken oder steuerliche Vorteile wie die Pendlerpauschale konsequent nutzen. Für Nutzerinnen und Nutzer von Dienstwagen kommt ein weiterer, besonders wirksamer Ansatz hinzu: das Fahrtenbuch. Nach Berechnungen von Vimcar zahlen Personen, die die private Nutzung ihres Dienstwagens pauschal versteuern, im Durchschnitt rund 2.617 Euro pro Fahrzeug und Jahr mehr an Steuern als nötig. Hochgerechnet auf etwa 940.000 privat genutzte Dienstwagen in Deutschland ergibt sich daraus ein jährliches Steuersparpotenzial von rund 2,47 Milliarden Euro.
Ein Vertreter der Vimcar-Muttergesellschaft Shiftmove verweist darauf, dass das Einsparpotenzial durch Fahrtenbücher eindeutig belegt sei. Gleichzeitig bestehe jedoch auch jenseits dieses Instruments erhebliches Potenzial, die laufenden Kosten rund ums Auto zu senken. Neben den bekannten Klassikern gebe es zahlreiche weitere Ansatzpunkte. Im Folgenden werden sieben besonders lohnende Möglichkeiten für das Autojahr 2026 vorgestellt.
1. Parkkosten gezielt reduzieren
Parken in Innenstädten zählt zu den teuersten Aspekten des Autofahrens – unabhängig davon, ob es sich um Parkhäuser oder öffentliche Stellplätze handelt. Digitale Park-Apps können hier helfen, Ausgaben zu senken. Im Unterschied zum Parkautomaten lässt sich die Parkdauer flexibel anpassen: Sie kann bei Bedarf verlängert oder vorzeitig beendet werden, wodurch unnötige Überzahlungen entfallen. Zu beachten ist allerdings, dass einige Anbieter zusätzliche Gebühren pro Parkvorgang erheben. Wer sparen möchte, sollte daher gezielt einen Dienst ohne solche Zusatzkosten wählen.
2. Wartung und Reparaturen kritisch prüfen
Auch bei Wartung und Instandhaltung lassen sich Kosten reduzieren. Ein Preisvergleich lohnt sich nicht nur im Reparaturfall, sondern auch bei regelmäßigen Servicearbeiten. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist eine Markenwerkstatt nicht immer die wirtschaftlichste Wahl. Mehrere Angebote einzuholen kann sich auszahlen. Regelmäßige Wartung mit frischem Öl und sauberen Filtern erhöht zudem nicht nur die Sicherheit, sondern verbessert auch die Effizienz des Antriebs.
3. Steuern über die richtige Methode senken
Wer einen Dienstwagen privat nutzt, kann durch die Fahrtenbuchmethode gegenüber der pauschalen Ein-Prozent-Regelung erheblich sparen. Laut Vimcar verbleiben im Durchschnitt rund 2.617 Euro pro Fahrzeug und Jahr beim Steuerpflichtigen. Bereits bei gängigen Modellen wie einem VW Passat Variant 2.0 TDI Business lassen sich so jährlich bis zu 2.254 Euro Steuern einsparen. Bei höherpreisigen Fahrzeugen wie einem BMW 520d Touring kann der Betrag sogar auf bis zu 3.245 Euro steigen.
4. Die wirtschaftlichste Route wählen
Viele moderne Navigationssysteme bieten neben der schnellsten auch die effizienteste Route an. Diese kann zwar etwas mehr Fahrzeit bedeuten, senkt aber häufig den Verbrauch, etwa durch einen höheren Anteil an Landstraßen. Gute Systeme berücksichtigen zusätzlich Tempolimits, Verkehrslage und Streckenprofil und geben entsprechende Fahrempfehlungen, was sich direkt an der Tank- oder Ladesäule bemerkbar macht.
5. Doppelte Leistungen vermeiden
Nicht jede Zusatzleistung ist tatsächlich notwendig. Wer beispielsweise einen Neuwagen mit Mobilitätsgarantie fährt, benötigt oft keinen zusätzlichen Automobilclub. Auch Pannenhilfen, die über Versicherungen oder Zusatzpakete abgesichert sind, überschneiden sich häufig. Ein genauer Blick in die jeweiligen Leistungskataloge kann helfen, unnötige Ausgaben zu streichen.
6. Versicherungstarife passgenau wählen
Sparpotenzial bietet auch die individuelle Anpassung der Kfz-Versicherung. Wer weniger Kilometer fährt, sollte keinen höheren Tarif absichern. Garagenbesitzer profitieren oft von Rabatten, ebenso Haushalte mit einem klar begrenzten Fahrerkreis. Wer die Vertragsdetails sorgfältig prüft, kann langfristig deutlich sparen.
7. Kurze Wege alternativ zurücklegen
Auch der Verzicht aufs Auto bei kurzen Strecken schont den Geldbeutel. Zu Fuß gehen oder Radfahren reduziert nicht nur Kosten, sondern wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Gerade kurze Fahrten mit kaltem Motor sind besonders verbrauchsintensiv. Aber auch bei Elektrofahrzeugen lassen sich durch weniger Kurzstrecken Verschleißkosten, etwa an den Reifen, senken.
Dienstwagen richtig versteuern: Fahrtenbuch oder Ein-Prozent-Regel
Beschäftigte und Selbstständige, die einen Dienstwagen auch privat nutzen, können zwischen zwei Besteuerungsmethoden wählen. Bei der Ein-Prozent-Regelung wird monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert, zuzüglich 0,03 Prozent pro Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Alternativ ermöglicht das Fahrtenbuch, ausschließlich die tatsächlich privat gefahrenen Strecken sowie den Arbeitsweg zu versteuern. Ein Wechsel zur Fahrtenbuchmethode ist bei einem neuen Dienstwagen oder jeweils zum Jahresbeginn möglich.
Elektronisches Fahrtenbuch als effiziente Lösung
Digitale Fahrtenbücher bieten gegenüber handschriftlichen Varianten deutliche Vorteile. Das elektronische Fahrtenbuch von Vimcar lässt sich unkompliziert im Fahrzeug installieren und zeichnet Fahrten automatisch nach den Vorgaben der Finanzverwaltung auf. Die Strecken können bequem als privat, geschäftlich oder Pendelweg klassifiziert werden. Die Daten werden manipulationssicher gespeichert und ermöglichen eine vollständige, lückenlose Dokumentation. Berichte lassen sich mit wenigen Klicks erstellen und finanzamtskonform an Steuerbehörden oder Steuerberatungen übermitteln.
Grundlage der Berechnungen: Fahrzeugkauf mit Bruttolistenpreis zzgl. 15 Prozent Sonderausstattung, 18 Prozent Rabatt, 20 km einfacher Arbeitsweg, 50.000 km Jahresfahrleistung, 20 Prozent Privatnutzung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Vimcar/Veröffentlicht am 20.01.2026