Deutsche Bahn: Neue Maßnahmen für mehr Sicherheit in Zügen

Bei der Deutschen Bahn sind Anpassungen vorgesehen, die die Sicherheit in Zügen und an Bahnhöfen erhöhen sollen. Nach einem Treffen zum Thema Sicherheit erklärte Bahn-Chefin Palla, dass Beschäftigte mit Kundenkontakt noch in diesem Jahr mit Bodycams ausgestattet werden sollen. Außerdem soll ab März die Pflicht zur Ausweiskontrolle – etwa beim Deutschlandticket – entfallen, weil sie häufig zu Auseinandersetzungen geführt habe.

Für Nordrhein-Westfalen kündigte Landesverkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) mehrere Maßnahmen an. Er sagte im WDR-Interview, man wolle besonders auf stark frequentierten Strecken künftig verstärkt Zweierteams einsetzen, damit Mitarbeitende sich in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützen können. Zudem solle jede Kollegin und jeder Kollege, die oder der es möchte, eine Bodycam erhalten, um Vorfälle dokumentieren und bei Bedarf anzeigen zu können. Darüber hinaus wolle das Land die Zahl der Sicherheitsteams in nordrhein-westfälischen Zügen ausbauen – insbesondere dort, wo an Wochenenden und in den Nachtstunden eher mit Bedrohungslagen zu rechnen sei.

Auch bei der Videoüberwachung sieht Krischer Potenzial für technische Unterstützung. Er erklärte, dass angesichts der vielen hundert Kameras nicht alles dauerhaft direkt von Menschen beobachtet werden könne. Deshalb solle künstliche Intelligenz eingesetzt werden, die bei erkennbaren Gefahrensituationen – etwa anhand von Aussagen oder Bildmustern – automatisch reagiert und relevante Sequenzen an die Leitstellen übermittelt. Dadurch könne Sicherheitspersonal gezielter zu betroffenen Zügen geschickt werden, was insgesamt für ein deutlich höheres Sicherheitsniveau sorgen solle.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von WDR Newsroom/Veröffentlicht am 13.02.2026

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