Wer an der Supermarktkasse wartet, steht meist direkt vor der sogenannten Quengelzone. Dort liegen häufig Kaugummis, Schokoriegel oder kleine Flaschen mit hochprozentigem Alkohol bereit. Genau das ist aus Sicht der Heilsarmee nicht nur für Familien mit Kindern problematisch, sondern auch für Menschen mit einer Alkoholerkrankung.
Zum Beginn der bundesweiten Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni fordert die Heilsarmee deshalb den Lebensmitteleinzelhandel auf, alkoholabhängige Menschen besser zu schützen. Nach Einschätzung von Michael Lenger, einem der Leiter der Suchtberatungsstelle PARK-IN der Heilsarmee in Hamburg, zielen die kleinen Flaschen mit Korn oder Magenbitter vor allem auf Alkoholkranke ab. Für Betroffene werde schon das tägliche Einkaufen dadurch zu einer belastenden Versuchung.
Die Kassenbereiche sind für Supermärkte wirtschaftlich besonders attraktiv. Nach Branchenschätzungen werden auf nur rund einem Prozent der Verkaufsfläche etwa fünf bis sieben Prozent des gesamten Umsatzes erzielt. Für viele Händler zählen diese Zonen daher zu den profitabelsten Bereichen im Markt.
Das PARK-IN der Heilsarmee in Hamburg-Billstedt ist eine niedrigschwellige Kontakt- und Suchtberatungsstelle für suchtmittelabhängige und suchtgefährdete Menschen sowie für deren Angehörige. Der Name verweist auch auf den Standort: Die barrierefreien Räume befinden sich im Erdgeschoss eines Parkhauses.
Die Heilsarmee ist eine evangelische Freikirche mit starkem diakonischem Anspruch. In mehreren Städten bietet sie besondere Hilfen für suchtkranke und wohnungslose Menschen an, unter anderem in Hamburg, Berlin, Köln, Kassel und Nürnberg.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Die Heilsarmee in Deutschland/Veröffentlicht am 12.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.