So lässt sich beim Autofahren Kraftstoff sparen

Die hohen Preise für Benzin und Diesel belasten viele Autofahrer:innen zunehmend im Alltag. Besonders Menschen mit langen Pendelstrecken und Bewohner:innen ländlicher Regionen suchen nach Wegen, die laufenden Ausgaben zu senken. Der TÜV-Verband macht darauf aufmerksam, dass sich der Kraftstoffverbrauch nicht nur durch technische Maßnahmen reduzieren lässt. Nach Einschätzung von Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband, könne bereits eine angepasste Fahrweise dazu beitragen, spürbar weniger Sprit zu verbrauchen. Wer bewusster fahre und kleine Veränderungen im Alltag umsetze, könne den Verbrauch ohne zusätzliche Investitionen senken.

Die Fahrweise beeinflusst den Verbrauch maßgeblich

Wie hoch der Spritverbrauch ausfällt, hängt in großem Maß vom Verhalten hinter dem Steuer ab. Häufiges starkes Beschleunigen und abruptes Bremsen treiben den Energiebedarf in die Höhe. Wer aufmerksam fährt, genügend Abstand einhält und den Verkehrsfluss möglichst konstant beobachtet, kann Unterschiede im Tempo besser ausgleichen. Laut Goebelt sei vor allem eine gleichmäßige Fahrweise wichtig, damit unnötige Lastwechsel vermieden werden. Zusätzlich lasse sich Kraftstoff sparen, wenn der Motor nicht dauerhaft in hohen Drehzahlbereichen betrieben, zügig, aber ohne Hektik beschleunigt und früh hochgeschaltet werde. Bereits bei etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute sei im Alltag effizientes Fahren möglich.

Auch die Geschwindigkeit hat großen Einfluss auf den Verbrauch. Mit steigendem Tempo nimmt vor allem der Luftwiderstand deutlich zu, insbesondere ab etwa 100 km/h. Ein ruhiger und möglichst konstanter Fahrstil, etwa mit Unterstützung eines Tempomaten, kann den Kraftstoffbedarf reduzieren.

Goebelt erklärt, dass der effizienteste Bereich bei einem Pkw meist zwischen 80 und 100 km/h liege. In diesem Geschwindigkeitsfenster arbeiteten Motor und Getriebe in der Regel besonders wirtschaftlich, weil die Drehzahl vergleichsweise niedrig bleibe und die Widerstände noch nicht stark anstiegen. Deshalb können längere Strecken auf Landstraßen bei gleichbleibendem Tempo besonders sparsam sein. Grundsätzlich steigt der Verbrauch mit jeder höheren Geschwindigkeit. Auf Autobahnen nimmt er ab etwa 130 bis 140 km/h deutlich zu. Wer dort sein Tempo um 50 km/h senkt, kann unter günstigen Bedingungen bis zu ein Drittel Kraftstoff einsparen. Nach Einschätzung Goebelts bietet die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn für viele einen praktikablen Mittelweg zwischen zügigem Vorankommen und sparsamer Fahrweise.

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Zu einem verbrauchsbewussten Fahrstil gehört außerdem, frühzeitig den Fuß vom Gas zu nehmen und das Auto ausrollen zu lassen. Beim Zufahren auf Ampeln oder beim Erreichen von Ortschaften lässt sich dadurch starkes Bremsen oft vermeiden. In vielen neueren Fahrzeugen unterbricht die sogenannte Schubabschaltung in solchen Momenten die Kraftstoffzufuhr vollständig. Bei längeren Standzeiten sollte der Motor aus Umwelt- und Effizienzgründen ausgeschaltet werden. Start-Stopp-Systeme übernehmen dies in modernen Fahrzeugen automatisch und sollten daher genutzt werden. Zusätzlich lässt sich im Alltag Sprit sparen, wenn unnötige Kurzstrecken vermieden, Wege besser geplant und mehrere Fahrten zusammengelegt werden.

Auch der Zustand des Fahrzeugs wirkt sich aus

Nicht nur das Fahrverhalten, sondern auch der technische und praktische Zustand des Fahrzeugs beeinflusst den Kraftstoffverbrauch. Zusätzliche Last erhöht den Energiebedarf beim Beschleunigen und macht sich vor allem im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren und Bremsen bemerkbar. Bereits 100 Kilogramm mehr Gewicht können den Verbrauch messbar steigen lassen. Deshalb lohnt es sich, nicht benötigte Gegenstände aus dem Fahrzeug zu entfernen und den Kofferraum regelmäßig zu leeren. Auch Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger verschlechtern die Aerodynamik und erhöhen den Luftwiderstand. Nach der Nutzung sollten diese Aufbauten deshalb wieder abgenommen werden.

Ein weiterer oft unterschätzter Punkt ist der Reifendruck. Ist er zu niedrig, steigt der Rollwiderstand und damit auch der Kraftstoffverbrauch. Schon kleine Abweichungen von den Vorgaben des Herstellers können sich auswirken. Regelmäßige Kontrollen helfen nicht nur beim Spritsparen, sondern auch bei der Sicherheit. Ebenso kann die Wahl von Reifen mit günstigem Rollverhalten den Energiebedarf zusätzlich senken.

Wichtig ist außerdem ein guter Wartungszustand des Fahrzeugs. Empfohlene Serviceintervalle sollten eingehalten werden. Verschlissene Zündkerzen oder verschmutzte Luftfilter können die Motorleistung und Effizienz beeinträchtigen. Auch ein unterlassener oder verspäteter Motorölwechsel kann sich moderat auf den Verbrauch auswirken, da altes Öl mit der Zeit an geeigneten Eigenschaften verliert und dadurch die Reibung im Motor zunimmt.

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Komfortfunktionen gezielt einsetzen

Elektrische Systeme wie Sitzheizung oder Heckscheibenheizung erhöhen ebenfalls den Energiebedarf im Fahrzeug. Bei Autos mit Verbrennungsmotor wird diese Energie über den Motor bereitgestellt, was den Kraftstoffverbrauch leicht anheben kann. Noch deutlicher kann sich die Nutzung der Klimaanlage auswirken, deren Einsatz je nach Situation spürbar mehr Verbrauch verursachen kann. Andere elektrische Verbraucher fallen meist weniger stark ins Gewicht.

Goebelt betont, dass es bei solchen Nebenverbrauchern auf einen bewussten Umgang ankomme. Komfortfunktionen seien sinnvoll, sollten aber passend zur jeweiligen Situation eingesetzt werden. Gleichzeitig hätten eine angenehme Innenraumtemperatur und klare Sicht immer Vorrang, da sie wichtig für Konzentration und sicheres Fahren seien. Moderne Fahrzeuge unterstützen sparsames Fahren zunehmend mit Eco-Programmen, digitalen Verbrauchsanzeigen und Assistenzsystemen. Diese Funktionen können dabei helfen, das eigene Fahrverhalten besser einzuschätzen und Einsparmöglichkeiten gezielt zu nutzen.

Die wichtigsten Spartipps im Überblick

Wer Kraftstoff sparen möchte, sollte möglichst ruhig und gleichmäßig fahren, früh hochschalten und unnötig hohe Drehzahlen vermeiden. Besonders effizient ist meist ein Tempo zwischen 80 und 100 km/h. Auf der Autobahn kann eine geringere Geschwindigkeit den Verbrauch deutlich reduzieren. Hilfreich ist es außerdem, früh vom Gas zu gehen, das Fahrzeug ausrollen zu lassen und vorhandene Start-Stopp-Systeme zu nutzen. Unnötiges Gewicht sowie Dachträger oder Dachboxen sollten entfernt werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Darüber hinaus tragen der richtige Reifendruck und eine regelmäßige Wartung wesentlich dazu bei, den Kraftstoffverbrauch dauerhaft zu senken.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von TÜV-Verband e. V./Veröffentlicht am 23.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.