Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit bis zur Volljährigkeit im Auto in einem Kindersitz. Gleichzeitig wächst das Angebot an Herstellern und Sitzkonzepten stetig. Um Eltern Orientierung zu geben, prüfen der ADAC und die Stiftung Warentest zweimal im Jahr Modelle für alle Altersgruppen. Bewertet werden dabei nicht nur Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, sondern auch mögliche Schadstoffe. Im ersten ADAC-Kindersitztest 2026 wurden insgesamt 26 Babyschalen und Kindersitze untersucht.
Bei den Babyschalen schnitt besonders der Foppapedretti Disk Infant in Kombination mit einer Isofix-Station sehr gut ab und erhielt die Gesamtnote 1,9. Er gehörte zu nur zwei getesteten Sitzen, die in allen Bewertungskategorien mindestens ein gutes Ergebnis erreichten. Auch ohne Isofix-Station kommt das Modell noch auf ein gutes Gesamturteil. Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass beim Einbau mit dem Fahrzeuggurt besondere Sorgfalt nötig ist. Wie bei anderen Babyschalen, die auf diese Weise befestigt werden, kann ein fehlerhafter Gurtverlauf dazu führen, dass der Sitz bei einem Unfall nicht den vollen Schutz bietet. Immer wieder komme es vor, dass Schulter- und Beckengurt vertauscht würden.
Bei den Sitzen für Kleinkinder und größere Kinder überzeugte Cybex mit den Modellen Sirona Ti und Pallas G3, die beide die Note 2,5 erhielten. In der Gruppe der Sitze für Kinder ab einer Körpergröße von einem Meter lag ebenfalls ein Cybex-Modell vorn, musste sich den Spitzenplatz aber mit dem Kinderkraft Junior Fix teilen, der ebenfalls mit 2,5 bewertet wurde.
Ein anderes Modell von Kinderkraft fiel dagegen besonders negativ auf. Vor dem Mink Pro 2 mit Isofix-Basis, der mit der Note 5,5 bewertet wurde, hatte der ADAC bereits vor Veröffentlichung des Tests gewarnt. Nach Einschätzung der Prüfer kann sich der Sitz bei einem Unfall aus der Basisstation lösen und unkontrolliert durch das Fahrzeug geschleudert werden. Dadurch drohen dem Kind schwere Verletzungen. Der Hersteller reagierte darauf mit dem Angebot, den Sitz kostenlos zurückzunehmen oder auszutauschen.
Drei weitere Produkte kamen im Test nicht über ein ausreichendes Gesamturteil hinaus. Der Axkid Minikid 4 erhielt die Note 3,8. Seine Sicherheit wurde zwar als befriedigend eingestuft, der Einbau gilt jedoch als vergleichsweise kompliziert, weil zusätzliche Gurte am Vordersitz befestigt werden müssen. Der Lionelo Lavender wurde mit 3,9 bewertet und zeigte Schwächen bei der Sicherheit. Beim Jané Concord Kombikid, ebenfalls mit der Note 3,8, fanden die Tester im Bezugsstoff ein gesundheitlich bedenkliches Flammschutzmittel in erhöhter Konzentration.
Positiv fiel auf, dass in keinem der getesteten Kindersitze umweltbelastende PFAS nachgewiesen wurden. Beim vorherigen Test im Herbst 2025 war noch fast jedes dritte Modell davon betroffen gewesen.
Der ADAC rät Eltern, sich vor dem Kauf gründlich über verschiedene Kindersitze und deren Eigenschaften zu informieren. Idealerweise sollte ein Modell bei einem Fachhändler ausprobiert und direkt im eigenen Fahrzeug eingebaut werden. Von einem unüberlegten Kauf im Internet rät der Club ab. Viele dort angebotene Produkte erfüllen zwar die gesetzlichen Mindestanforderungen, liegen aber oft deutlich unter dem Niveau, das in unabhängigen Verbraucherschutztests verlangt wird.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADAC/Veröffentlicht am 26.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.